Bei vielen akut und chronisch kranken Kinder und Jugendlichen reichen ambulante Untersuchungen und Behandlungen in unseren Spezialsprechstunden nicht aus, um die Krankheitsursachen zu klären und die Gesundheit so gut wie möglich zu erhalten. Dann ist ein stationärer Aufenthalt auf einer unserer beiden Stationen 63b oder 64b unumgänglich. Für Kinder und Eltern ist der Wechsel aus dem vertrauten häuslichen Milieu in die fremde Krankenhausumgebung oft beunruhigend. Für die notwendigen diagnostischen und therapeutischen Maßnahmen brauchen sie nachvollziehbare Begründungen und erläuternde Vorbereitungen. So können sie die stationäre Aufnahme eher als ein notwendiges Hilfsangebot und nicht nur als beunruhigende Krise erleben. Letzteres wird nicht immer ganz vermeidbar sein; aber Krisen beinhalten ja bekanntlich nicht nur Gefahren, sondern auch Chancen und neue (Erkenntnis-)Möglichkeiten. Die Kinderärzte und Schwestern haben für die Sorgen und Beunruhigungen der Kinder und Eltern großes Verständnis und versuchen, den Aufenthalt so kurz wie unbedingt notwendig und so angenehm wie möglich zu gestalten. Die mittlere Liegedauer aller Kinder beträgt nur 7 Tage. Die Kinderkrankenschwestern sind darauf vorbereitet, den Kindern und Eltern die Orientierung im Hause zu erleichtern und sie mit den Abläufen auf den Stationen vertraut zu machen. Psychologische MitarbeiterInnen, Erzieherinnen und LehrerInnen unterstützen diese Bemühungen und versuchen zusätzlich etwas "Normalität" in den Klinikalltag zu bringen. Gern würden wir vielen Eltern die Mitaufnahme anbieten, aber unsere Möglichkeiten dafür sind leider begrenzt. Bei den Stationsschwestern liegen Informationen über die in der Nähe befindliche Elternherberge und über Elternzimmer vor; die Eltern sollten bitte vorher auch die Frage der Extra-Kosten klären.